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Die Denkmalliste Drensteinfurt

29.08.2025
Drensteinfurt. Die Denkmalliste der Stadt Drensteinfurt im Kreis Warendorf, Stand Mai 2018, dokumentiert gemäß § 3 Denkmalschutzgesetz eine beeindruckende Vielfalt von rund 100 historischen Objekten, die das kulturelle Erbe der Stadt und ihrer Ortsteile wie Rinkerode, Walstedde und Ameke bewahren. Diese Objekte, eingetragen von der unteren Denkmalbehörde, umfassen Sakralbauten, profane Gebäude, Kleindenkmale und besondere Stätten, die überwiegend aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammen. Die Liste spiegelt die reiche Geschichte und die baukulturelle Bedeutung der Region wider, die durch eine Vielzahl von Fachwerkhäusern, Kirchen, Bildstöcken und anderen Denkmälern geprägt ist.





Zu den herausragenden Sakralbauten zählen die Pfarrkirche St. Regina, die nicht nur als Gebäude, sondern auch mit ihren Einrichtungsgegenständen wie Hochaltar, Orgel, Taufstein, Kanzel und Glocken geschützt ist, sowie die Pfarrkirche St. Pankratius und die Pfarrkirche St. Lambertus, deren Glockenstuhl und Turmuhr ebenfalls eingetragen sind. Ebenso finden sich die Loretokapelle an der Sendenhorster Straße, die Kapelle St. Georg in Ameke und der Jüdische Friedhof in der Kleiststraße, die die religiöse Vielfalt der Stadt verdeutlichen. Besonders bemerkenswert ist die Synagoge in der Synagogengasse, die als Zeugnis jüdischer Geschichte einen hohen kulturellen Wert besitzt.





Die Liste enthält zahlreiche profane Gebäude, die das ländliche und städtische Leben der Vergangenheit dokumentieren. Dazu gehören Fachwerkhäuser wie das Wohnhaus am Markt 8, die „Alte Post“ von 1647 in der Mühlenstraße oder das Wohnhaus am Kirchplatz 8 und 10 aus der Zeit um 1800. Auch Schlösser wie Haus Borg in Rinkerode mit seiner historischen Gartenanlage und Haus Steinfurt mit Brücken, Statuen und einem Obelisken sind geschützt. Hofanlagen wie Hof Deventer, Hof Kleikamp oder die Hofanlage Avermann in Walstedde umfassen oft Haupthäuser, Speicher und Bauerngärten, die das agrarische Erbe der Region verdeutlichen. Weitere bemerkenswerte Einträge sind die Alte Mühle in Eickenbeck und das Wohn- und Wirtschaftsgebäude in der Alten Dorfstraße 1.





Ein bedeutender Teil der Liste besteht aus Kleindenkmälern, die die Landschaft prägen. Dazu zählen etwa 20 Bildstöcke, Wegekreuze und Kapellen, wie der Doppelbildstock aus dem 18. Jahrhundert in Hemmer, das Wegekreuz „Krämers Kreuz“ in der Davertstraße oder die Wegekapelle in der Natorpstraße. Diese Objekte, oft aus dem 19. Jahrhundert, markieren historische Wege oder Friedhöfe und sind Zeugnisse der Volksfrömmigkeit. Auch Kriegerdenkmäler, etwa für den Ersten Weltkrieg am Landsbergplatz oder von 1889 am Kirchplatz Walstedde, sowie ungewöhnliche Objekte wie die Halde des Strontianitbergbaus der ehemaligen Grube Bertha, bereichern die Liste.





Einige Einträge wurden nachträglich ergänzt, etwa die Einrichtungsgegenstände der Pfarrkirche St. Regina oder der Glockenstuhl der Pfarrkirche St. Lambertus, während andere, wie das ehemalige Schäferhaus in Altendorf (abgerissen 2001) oder der Hof Stratmann (gelöscht 1998), aus der Liste gestrichen wurden. Insgesamt zeigt die Liste die kulturelle und historische Vielfalt Drensteinfurts und unterstreicht die Bedeutung des Denkmalschutzes für die Bewahrung des münsterländischen Erbes.





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