Wärmeversorgung in Drensteinfurt – Drensteinfurt.peus.info
Wärmeversorgung in Drensteinfurt
05.11.2025
Drensteinfurt. Die Stadt Drensteinfurt bereitet sich auf die kommenden Schritte in der Wärmeplanung vor. Am 5. November 2025 findet ein Informationsabend statt, bei dem die künftige Ausrichtung erläutert wird. Der Hintergrund liegt im Erneuerbare-Energien-Gesetz, das den Umstieg auf umweltverträgliche Heizungen auch für Bestandsgebäude vorsieht.
Das Gebäudeenergiegesetz schreibt seit Anfang 2024 vor, dass jede neu eingebaute Heizung mindestens 65 Prozent der Wärme aus erneuerbaren Quellen oder Abwärme bezieht. Bestehende Anlagen können weiter betrieben und repariert werden, solange sie funktionieren. Die 65-Prozent-Regel tritt in Bestandsbauten erst in Kraft, wenn der kommunale Wärmeplan vorliegt. Städte über 100.000 Einwohner müssen diesen bis Juni 2026 erstellen, kleinere wie Drensteinfurt bis Juni 2028. Danach richten sich Neuinstallationen nach lokalen Möglichkeiten, etwa Nahwärmenetzen, Wärmepumpen oder Biomasse.
Übergangsregelungen erlauben bis dahin fossile Heizungen, die ab 2029 schrittweise mit Biogas oder Wasserstoff – zunächst 15 Prozent, später steigend – versorgt werden. Bei Defekt oder nach 30 Jahren Laufzeit beginnt eine fünfjährige Frist für den Wechsel, bei geplantem Nahwärmeanschluss sogar bis 2034. In Mehrfamilienhäusern mit Etagenheizungen läuft nach dem ersten Ausfall eine achtjährige Phase zur Prüfung zentraler Systeme. Bis Ende 2045 soll der gesamte Bestand vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt sein.
Förderungen decken bis zu 70 Prozent der Kosten, inklusive Zuschläge für frühe Umrüstung oder geringes Einkommen, und gelten pro Wohneinheit bis 30.000 Euro. Der Informationsabend am 5. November gibt erste Orientierung für Drensteinfurt.
Am 17. November tagt der Bauausschuss und behandelt die Nahwärmeversorgung im Baugebiet Mondscheinweg. Berichte in der Presse und Anfragen von Bürgern haben das Thema aufgegriffen, die SPD-Fraktion steht dahinter. Ein Mitarbeiter der Stadtwerke Ostmünsterland stellt die Vorhaben vor und klärt offene Punkte.
Der Stadtrat befasst sich dann am 15. Dezember mit dem Thema, möglicherweise mit Beschluss. Im Baugebiet Mondscheinweg sorgen Mehrkosten für Diskussionen, die hauptsächlich auf höhere Energiepreise zurückgehen.